Wohngebäude
im Münchner Norden
2008 - 2010

Südlich der Nordheide wird entlang der Ingolstädter Straße eine Schallschutzbebauung für das dahinter befindliche Wohnquartier errichtet. Im letzten Bauabschnitt entsteht hier ein sozialer Wohnungsbau nach EOF-Förderrichtlinien mit 47 Wohneinheiten. Im Gegensatz zur reduzierten, schalltechnisch optimierten Ostfassade besteht die Westfassade aus einer differenzierten Abfolge von Erkern und blickgeschützten Balkonbereichen.
Das Gebäude ist energetisch als KfW-Effizienzhaus 70 konzipiert und mit einer Grundwasserwärmepumpe ausgestattet. Die Dächer sind für die Integration von Kollektoren für die solare Brauchwassererwärmung vorgerüstet.

Bauherr: HEIMAG München GmbH

Architekten: Götze Hadlich Popp Streib

Mitarbeiter: Robert Kell, Kathrin Janoske

Bruttogeschossfläche: 4.005 qm

 

Solarhaus
Pullach
1987-1989


Das zweigeschossige Wohnhaus in Holzskelett-Konstruktion mit innovativer Solartechnik beinhaltet zwei Wohneinheiten. Entwickelt wurde ein schmaler Gebäudetyp mit ausschließlich nach Süden orientierten Räumen, die die ganze Hausbreite einnehmen. Im Querschnitt nimmt das Gebäude vom Keller bis zum Dach an Breite zu. Ergänzt wird es auf der Nordseite durch ein schmales Lagergebäude.

 

Solarhaus
Pullach
1987-1989

Das Tragwerk des Gebäudes ist als gerichtete Skelettkonstruktion aus Brettschichtholz mit ausfachenden Elementen in Leichtbauweise ausgebildet.

 

Solarhaus
Pullach
1987-1989

Das Erscheinungsbild wird stark durch das Kaltdach mit den dreieckigen, sperrholzbeplankten Kastenträgern geprägt, die die beiden Dachschrägen bilden: den isolierverglasten Raumabschluss und den als Wetterschutz für die Fassade und das Holztragwerk dienenden Dachüberstand.

 

Solarhaus
Pullach
1987-1989

Passive, bauliche Maßnahmen: Direkte solare Gewinne durch die verglaste Südseite bei gleichzeitig weitgehend geschlossener Nordseite. Integration von Fassadenelementen mit transluzenter Wärmedämmung. Vermeidung von Wärmebrücken durch das Holztragwerk. Sommerlicher Wärmeschutz mittels Verschattung durch den auskragenden Balkon, Rankpflanzen an der Südfassade und textile Sonnensegel.

Aktive, technische Maßnahmen: Reduzierung der Lüftungswärmeverluste mittels Lüftunganlage mit Wärmerückgewinnung und Kreuzwärmetauscher in Gebäudemitte. Photovoltaische Paneele auf der südlichen Dachhälfte.

 

Solarhaus
Pullach
1987-1989

Durch die genannten Maßnahmen wird der Gesamtenergiebedarf erheblich reduziert. Neben zwei Kaminöfen sind nur noch einige kleine Heizkörper für sehr kalte Perioden installiert.

 

Solarhaus
Pullach
1987-1989

Ein zweigeschossiger Innengarten verbindet im Westen das Innen mit dem Außen. Das Farbkonzept des Gebäudes wurde von Rainer Wittenborn entwickelt.

 

Solarhaus
Pullach
1987-1989

Bauherr: privat

Architekten:
Michael Streib im Büro Prof. Thomas Herzog

Bruttogeschossfläche: 400 m²

Baukosten (KG 300 + 400):
440.000 Euro

Standort:
82049 Pullach