Solarquartier am Olympiapark
München-Ackermannbogen
2004-2007

Die Gebäude mit je 34 Wohnungen sind Teil der Wohnanlage am Ackermannbogen nahe des Olympiaparks in München, die auf einer militärischen Konversionsfläche entstanden ist. Auf den Gebäudedächern von drei Nord- Süd orientierten Zeilenbauten sind 3600 m² thermische Solarkollektoren installiert. Diese laden über ein Nahwärmenetz im Sommer einen unterirdischen Speicher mit 5,7 Millionen Liter Wasservolumen auf. Im Winter und in den Übergangszeiten werden etwa 300 Wohnungen mit solarer Wärme versorgt. Der solare Deckungsanteil beträgt 40- 50%. Um die benötigten Kollektorflächen bereit zu stellen, haben die Zeilenbauten um 20° geneigte Pultdächer nach Süden. Durch einen Versatz im Dach und eingeschnittene Dachterrassen konnten unter den hohen Pultdächern attraktive Wohnungen geschaffen werden.

Solarquartier am Olympiapark
München-Ackermannbogen
2004-2007

Die Zeilenbauten haben einen hohen Fensteranteil in der Südfassade und einen hohen Wandanteil in der Nordfassade. Für den minimierten Heizwärmeverbrauch und den optimalen Betrieb der Solaranlage wurden die Gebäude umlaufend mit 16 bis 20 cm Wärmedämmung versehen. Weitere Komponenten wie Niedertemperatur- Fußbodenheizung, Wärmeverteileranlagen in den Treppenhäusern, lüftungstechnische Unterstützung und zusätzliche bauphysikalische Maßnahmen wurden eng aufeinander abgestimmt, um eine wirtschaftliche, technische und ökologische Optimierung der baulichen Anlagen und der solaren Wärmeversorgung zu erreichen. Die von den Stadtwerken München GmbH betriebene solare Nahwärmeanlage wurde im Programm Solarthermie-2000 plus der Bundesregierung über das Bundesministerium für Umwelt gefördert.


Solarquartier am Olympiapark
München-Ackermannbogen
2004-2007

Energiekonzept Gebäude

    • Kompakter Baukörper mit durchgängiger Balkonzone nach Süden
    • Zweiteiliges, südorientiertes Pultdach zur optimalen Solarenergienutzung
    • Orientierung der Aufenthaltsräume nach Süden Orientierung der Nebenräume und Treppenhäuser nach Norden
    • Hoher Fensterflächenanteil nach Süden,
    • Geringer Fensterflächenanteil nach Norden
    • Ausgewogen hohe Wärmedämmung der wärmeübertragenden Umfassungsflächen
    • Natürlicher sommerlicher Sonnenschutz durch Rankgerüste im Süden

Solarquartier am Olympiapark
München-Ackermannbogen
2004-2007

Energiekonzept Technik

    • Vollflächige Belegung der Dächer mit Kollektoren zur solaren Wärmeversorgung ohne Störung durch Dachdurchführungen
    • Solares Nahwärmenetz im Quartier
    • Saisonaler Wärmespeicher als unterirdischer Erdbeckenspeicher mit 5,7 Millionen Liter Wasservolumen ( unter Rodelhügel )
    • Wohnungsweise Wärmeübergabestationen
    • Fußbodenheizung mit niedrigen Vor- und Rücklauftemperaturen

Solarquartier am Olympiapark
München-Ackermannbogen
2004-2007

Kenndaten

Bruttorauminhalt  8.288 m³
beheiztes Volumen 1.235 m³
Aussenhüllfläche  5.000 m²
Kompaktheit A/V 0,45 1/m
   
Energiebezugsfläche An 3.595 m²
Wohnfläche 3.085 m²
   
Primärenergiebedarf Qp", vorh unter 15,4 kWh/m²a
Primärenergiebedarf Qp", zul.  83,8 kWh/m²a
   
Transmissionswärmeverlust HT` vorh. 0,44 kWh/m²a
Transmissionswärmeverlust HT` zul.  0,64 kWh/m²a
   
spez. Heizwärmebedarf Qh 39,5 kWh/m²a
   
U- Wert Aussenwand    0,22 W/m²K
U- Wert Fenster   1,50 W/m²K
U- Wert Dach  0,17 W/m²K
   
Kollektorfläche je Gebäude 1.200 m²

Solarquartier am Olympiapark
München-Ackermannbogen
2004-2007

Bauherr:
ConceptBau Premier, München
Heimag, München

Architekten:
Götze Hadlich Popp Streib

Mitarbeiter:
Susanne Amend, Markus Betz,
Robert Kell, Christian Schiessl,

Nutzfläche:

Baukosten (KG 300 + 400): 3.952.000 Euro, brutto
Kosten/m² Wohnfl. 1.281 Euro, brutto
inkl. Kollektoren ohne Speicher  

Standort:
Centa Herker Bogen / Agnes-Neuhaus-Straße, 80797 München

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